Not ist der Vorwand für jede Einschränkung der menschlichen Freiheit. Sie ist das Argument der Tyrannen und das Glaubensbekenntnis der Sklaven.

William Pitt der Jüngere

(1759 - 1806), britischer Politiker, zweimal Premierminister Großbritanniens





Willst du ein freier Mann sein oder ein Sklave? Wo sind all die Rebellen hin? Kein Lockdown mehr!!!



Auch in der DDR wurden schon kritische Musiker zensiert. Ich erinnere mich, dass Tony Krahl von der Band "City" das mal erläutert hat. Auch auf der "Februar"-Scheibe der Band Silly gab es viele eindeutige Bezüge. Immerhin wurde doch einiges an Kritik auf Platte gepresst und verkauft. So auch bei "Marionetten" die offensichtliche Anspielung auf den Status Quo in der DDR.

 

Umso erstaunlicher, dass die derzeitige Situation aktuell von wenig Musikern hinterfragt wird. International haben der von mir schon lange verehrte "Mr. Slow Hand" Eric Clapton und Van Morrison die notwendige Kritik in Songs gebettet. Alex Olivari, Dirk Zöllner oder Nena sind da in Deutschland eher Rufer in der Wüste. Andere "Helden unserer Jugend" sind vermutlich satt und haben sich diesmal einfach nur selbst arrangiert, antatt sich zu engagieren...




"Manifest der offenen Gesellschaft" – Intellektuelle fordern Debatte über Corona-Politik

Verschiedene namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger oder Jan Josef Liefers sprechen sich in einem "Manifest der offenen Gesellschaft" für einen offenen Umgang mit der "Corona-Krise" und den "Maßnahmen" aus.

 

Nach über einem Jahr "Corona-Krise" haben verschiedene Intellektuelle am Donnerstag in der Welt und im Freitag ein "Manifest der offenen Gesellschaft" veröffentlicht. Darin fordern die Unterzeichner mehr Offenheit und weniger Cancel Culture in der Corona-Debatte. Nach monatelangem Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Corona-Politik gehe es nun endlich um einen Dialog auf Augenhöhe und um Argumente.

 

Mit ihren Anliegen wollen die Unterzeichner die Polarisierung der Gesellschaft aufhalten und die Krankheit COVID-19 und die Folgen der "Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie" richtig einordnen, diskutieren sowie ohne Stigmatisierungen auch kritisieren wollen, sagte die Mitinitiatorin Franziska Augstein dem NDR:

"Ich bin nicht die Einzige, die das Gefühl hat, dass man sich nicht frei äußern kann. Das liegt – leider – nicht zuletzt an der Bundesregierung, die alles getan hat, jene zu unterstützen, die panisch sind, die glauben, Corona sei so etwas wie die Pest und die deswegen jeden als Corona-Leugner verleumden, der oder die sich anmaßt zu sagen, dass die Maßnahmen gegen die Pandemie nicht verhältnismäßig seien."

 

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin a. D., stellvertretende Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit:

"Ja, es gibt genug Anlässe zu Frust und Ärger in Pandemiezeiten, die zu massiven Freiheitsbeschränkungen geführt haben und deren Ausgang unbekannt ist. Lasst uns faktenreich und respektvoll streiten und um Argumente ringen, ohne persönliche Beleidigungen und Beschimpfungen. Das ist das Salz der Demokratie und ihre Stärke. Aussprechen, Zuhören, Erklären und Verständigen führen zum Miteinander, absolute Wahrheiten hat niemand. Dürfte doch nicht so schwierig sein!"

Jan Josef Liefers, Schauspieler, Musiker und Regisseur:

"Ein System, dass Kunst für nicht systemrelevant erklärt, ist ein System ohne Relevanz. Um Grundrechte dermaßen lange auszusetzen, bedarf es erstklassiger Gründe, die immer wieder der öffentlichen Gegenrede ausgesetzt werden und ihr standhalten müssen."

Michael Meyen, Medienforscher und Professor, Ludwig-Maximilians-Universität München:

"Eine offene Gesellschaft braucht eine Bühne, auf der alle vor aller Augen alles verhandeln können – ohne Stempel (Verschwörer, Nazi, Antisemit) und ohne Angst um Leib und Leben (Julian Assange). Nach dem Ende der DDR dachte ich: Jetzt kommt es, das Reich der Freiheit. Heute gibt es eine Debatte um Cancel Culture, ein Netzwerk Wissenschaftsfreiheit und dieses Manifest. Die große Bühne ist klein geworden, weil wir den Journalismus dem Kommerz, der Politik und der Moral ausgeliefert haben."

Mathias Richling, Satiriker und Kabarettist:

"Am Anfang der Corona-Zeit wollte man wegen Überlastung der Gesundheitssysteme nicht entscheiden müssen, wen man überleben lässt und wen nicht. Heute warnen Schäuble und Welthungerhilfe wegen unterbrochener Lieferketten für Bauern aufgrund der Maßnahmen vor Millionen von Hungertoten. Lässt man also Millionen verhungern, damit Zehntausende nicht an Corona sterben? Das ist hoher politischer Sarkasmus. Der ergänzt wird, wenn beliebige Politiker anmerken, man wolle nicht, dass Menschen sterben. An Corona. Man entscheidet also doch. Denn an allem anderen dürfen sie verenden."





Überwachung der Sperrstunde ?

programmierbarer Blitz Anhänger / Enforcement Trailer

Der Blitzeranhänger kann aber nur die Geschwindigkeit messen und scharfe Beweisfotos machen. Er kann auch so programmiert werden, dass er Durchfahrtsverbote protokollieren könnte.

Es ist also auch möglich, dass der Anhänger während der Sperrstunden die Nichtbefolgung dokumentiert.

 

Wer weitere Details lesen möchte, sollte HIER klicken.


Nachdenken würde auch der Exikutive helfen


Das Medikament gegen Vernunft

Wirksamkeit durch alle Diktatoren bestätigt


Innenministerium spannte Wissenschaftler für Rechtfertigung von Corona-Maßnahmen ein

Das Bundesinnenministerium spannte in der ersten Welle der Corona-Pandemie im März 2020 Wissenschaftler mehrerer Forschungsinstitute und Hochschulen für politische Zwecke ein. Es beauftragte die Forscher des Robert-Koch-Instituts und anderer Einrichtungen mit der Erstellung eines Rechenmodells, auf dessen Basis die Behörde von Innenminister Horst Seehofer (CSU) harte Corona-Maßnahmen rechtfertigen wollte.

Das geht aus einem mehr als 200 Seiten starken internen Schriftverkehr zwischen der Führungsebene des Innenministeriums und den Forschern hervor, der WELT AM SONNTAG vorliegt. Eine Gruppe von Juristen hat den E-Mail-Verkehr in einer mehrmonatigen rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Robert-Koch-Institut erstritten.

 

Im E-Mail-Wechsel bittet etwa der Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, die angeschriebenen Forscher, ein Modell zu erarbeiten, auf dessen Basis „Maßnahmen präventiver und repressiver Natur“ geplant werden könnten.

 

Die Wissenschaftler erarbeiteten dem Schriftverkehr zufolge in nur vier Tagen in enger Abstimmung mit dem Ministerium Inhalte für ein als geheim deklariertes Papier, das in den folgenden Tagen über verschiedene Medien verbreitet wurde.

Darin wurde ein „Worst-Case-Szenario“ berechnet, laut dem in Deutschland mehr als eine Million Menschen am Coronavirus sterben könnten, würde das gesellschaftliche Leben so weitergeführt wie vor der Pandemie.

Quelle: Welt.de


Amtsgericht: Lockdown mit Kontaktverbot verfassungswidrig

Weimar hat die Lockdown-Politik in Deutschland und das damit einhergehende allgemeine Kontaktverbot für illegal erklärt. Zwar bezieht sich das vor wenigen Tagen gefällte und noch nicht rechtskräftige Urteil auf einen Vorfall im Frühjahr 2020 in Thüringen. Doch das Gericht nahm in seiner Bewertung auch den bundesweiten „Wellenbrecher-Lockdown“ aus dem November 2020 ins Visier, der zweimal verlängert wurde und quasi bis heute gilt, sogar in verschärfter Form (Az.: 6 OWi - 523 Js 202518/20).

In seiner 19-seitigen Urteilsbegründung...stuft das Amtsgericht das allgemeine Kontaktverbot als „verfassungswidrig“ ein. Mit der Maßnahme habe der demokratische Rechtsstaat ein „Tabu verletzt“ und gegen die „als unantastbar garantierte Menschenwürde“ verstoßen. Die politischen Entscheider hätten „die Grundlagen der Gesellschaft“ angegriffen und die Freiheitsrechte der Menschen auf unzulässige Weise beschnitten. Die Eingriffe seien nämlich „unverhältnismäßig“ gewesen.

So habe im Frühjahr 2020 weder in Thüringen noch anderswo in Deutschland ein „allgemeiner Gesundheitsnotstand“ geherrscht, stellt das Gericht fest. Es bestand demnach weder die Gefahr, dass unser Gesundheitssystem zusammenbrechen würde, noch dass die Zahl der Todesfälle in „vollkommen andere Dimensionen“ steigen würde als bei den „regelmäßig vorkommenden Grippewellen“.

 

Deshalb habe der Staat kein Recht gehabt, einen Lockdown anzuordnen und damit „die umfassendsten und weitreichendsten Grundrechtseinschränkungen in der Geschichte der Bundesrepublik“ durchzusetzen.

Quelle: Focus Online

 

 

 

Leben lernen

Lockdown bedeutet Einschluss. Der Begriff stammt aus dem Strafvollzug. Ebenso wie das Wort von der Lockerung aus dem Strafvollzug stammt. Warum nennen wir die Dinge nicht beim Namen? Wahrscheinlich, weil es dann leichter fällt, sie zu verschleiern.

Also: Der Einschluss wird verlängert. Die Kanzlerin wollte es so, die Ministerpräsidenten haben zugestimmt und – traut man den Umfragen – auch die Mehrheit des Volkes ist dafür.

Wir lassen uns von diesem Virus also weiterhin in Haft nehmen. Bewirken wir damit etwas Gutes? Oder ist unsere Mühe vergeblich? Die Frage ist unerlässlich: Es geht so viel kaputt und verloren, die Kosten sind so hoch, die seelischen, die sozialen, die ökonomischen, da müssen wir doch wissen, ob es das alles wert ist.

Nach einem Jahr Corona können wir sagen: Die Antwort lautet leider nein. Denn beim wichtigsten Ziel der Corona-Maßnahmen – dem Schutz der Schwachen – hat Merkels Corona-Regierung versagt. Beinahe 90 Prozent der Menschen, die in Deutschland an Covid-19 gestorben sind, waren älter als siebzig Jahre. Auch der jüngste Einschluss, der Anfang November begann und nun bis Mitte Februar verlängert wird – und dann? – hat nichts daran geändert, dass Corona eine schwerwiegende Bedrohung für die Ältesten ist. Im Gegenteil: In den besonders gefährdeten Altersgruppen der Über-85-Jährigen sind die Infektionszahlen sogar noch gestiegen. Bei den Über-90-Jährigen lag die Inzidenzzahl Ende 2020 bei über 700.

Der jüngste Einschluss war eine kolossale Fehlleistung. Merkels Corona-Politik hat die schlechteste aller Welten erzeugt: Die Jungen werden ihrer Freiheit beraubt und an der Gefahr für die Alten ändert sich nichts. Das ist widersinnig. Aber es liegt in der Konsequenz der bisherigen Maßnahmen.

Warum haben wir nicht die Altersheime geschützt, in denen sich die meisten Infektionen der besonders Gefährdeten abspielen? Warum haben wir den Fokus der ganzen gesellschaftlichen Sorge nicht auf jene gerichtet, für die das Virus eine lebensgefährliche Bedrohung ist? Weil sich Epidemiologen, Medien und Politik sehr früh der Illusion hingegeben haben, die Krankheit könne in einem großen, gemeinsamen Kraftakt besiegt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten sie der Öffentlichkeit eintrichtern, dass die Pandemie eine Bedrohung für jeden Einzelnen sei.

Der Schutz besonders gefährdeter Gruppen hätte – das war die Befürchtung – das Netz der Solidarität geschwächt, auf dessen Festigkeit man sich zur Seuchenbekämpfung verlassen wollte. So wurden die Maßnahmen von einem fehlgeleiteten Ethos gelenkt, nicht von der Vernunft. Das rächt sich jetzt.

Politiker und Journalisten wunderten sich, dass die Menschen den zweiten Einschluss nicht mehr ganz so ernst nahmen wie den ersten. Dabei ist der Grund offenkundig: Die Menschen schätzen ihr Risiko, selbst zu erkranken und dann mit diesen oder jenen Folgen rechnen zu müssen, inzwischen realistisch ein. Sie verhalten sich nicht wie die Monaden, die in den Rechnerzentren der Universitäten durch die epidemiologischen Modelle gejagt werden – sondern wie Menschen.

Dieselben Politiker und Journalisten waren verblüfft, als die Meldungen die Runde machten, die Pflegerinnen in den Heimen verweigerten sich in großen Zahlen einer Impfung. Also ausgerechnet jene, die täglich in den Heimen die Alten sterben sehen. Die Verwunderten kamen gar nicht auf die Idee, das Argument umzukehren: Gerade weil die Pflegerinnen jeden Tag sehen, dass Covid-19 zuerst eine Krankheit der Alten ist, fühlen sie sich selbst davon weniger bedroht als von den unbekannten Risiken der Impfung. Sie schätzen ihr eigenes Risiko realistisch ein und nehmen in Kauf, weiterhin jene zu gefährden, in deren Dienst sie doch stehen sollten – die Alten. Man mag das selbstsüchtig nennen, unvernünftig ist es nicht.

Nach einem Jahr Corona kann man wissen: Einschluss funktioniert nicht. Zu immensen Kosten wird wenig Zeit erkauft. Das Virus ist in der Welt. Wer zur Normalität zurückkehrt, kehrt zum Virus zurück. Je deutlicher das wird, desto verzweifelter werden die Versuche, den Krieg gegen das Virus doch noch zu gewinnen: Die Initiative Zero Covid fordert, den Einschluss, der schon in Deutschland und den anderen europäischen Ländern nicht den gewünschten Erfolg brachte, auf den gesamten Kontinent auszudehnen, mit dem Ziel, das Virus de facto auszurotten.

Was diese Leute vorschlagen – alles, wirklich alles dichtzumachen – läuft darauf hinaus, die Gesellschaft zu zerstören, um sie zu retten. Im besten Fall ist das Ausdruck „persönlicher Verzweiflung“, wie der Ökonom Rudolf Hickel seine Unterschrift begründete, im schlechtesten Fall ist es Zeichen einer gefährlichen Kreuzfahrermentalität, der im Krieg gegen die Krankheit jedes Mittel recht ist. Davon hatten andere Experten wohlweislich abgesehen. Und zwar weil es nicht funktioniert. Im Sommer hatte Mike Ryan, der bei der WHO für den Umgang mit Covid-19 zuständig ist, gesagt, dass die Menschheit in absehbarer Zukunft nicht in der Lage sein werde, dieses Virus zu beseitigen: „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben.“ Jetzt wäre eine gute Zeit, damit anzufangen.

Quelle: Der Freitag

Autor: Jakob Augstein


Virologe zerreißt Merkels Corona-Strategie: „So weit weg von der Realität“

 

Professor Dr. Klaus Stöhr* zählt zu den erfahrensten Seuchenbekämpfern der Welt, leitete etwa das Influenza-Programm der WHO und koordinierte deren Forschung zu Sars-Viren. Seine Worte finden Gehör bei Regierungen rund um den Erdball, aber nicht im eigenen Land. Zum jüngsten Krisengipfel mit den Ministerpräsidenten lud Kanzlerin Angela Merkel* den 61-jährigen Virologen und Epidemiologen nicht ein – obwohl die SPD-geführten Länder darauf gedrängt hatten. Im Interview mit unserer Zeitung analysiert Stöhr die Corona-Strategie von Merkel, Söder & Co.

Corona in Deutschland: Kritischer Umgang mit Kindern - „Einfach nicht differenziert genug“

Wie bewerten Sie die neuen Lockdown-Beschlüsse?
Professor Dr. Klaus Stöhr: Im Winter erreichen Pandemien naturgemäß ihren Höhepunkt. Deshalb ist es fundamental richtig, dass man jetzt auch mit angepassten Schutzmaßnahmen vorangehen muss. Allerdings wird es mit der gegenwärtigen Strategie nach dem Motto „vor dem Lockdown ist nach dem Lockdown“ schwer, über diese kritische Zeit zu kommen, ohne die Unterstützung der Menschen zu verlieren. Vor diesem Hintergrund ist Schließung von Kindergärten und Grundschulen noch kritischer zu bewerten als Ausgangssperren. Sie wären das letzte Mittel in absoluten Krisensituationen – und diese Krisensituation sehe ich derzeit nicht.
Wo liegen die Schwachstellen der Lockdown-Strategie?
Stöhr: Der Ansatz der aktuellen Strategie ist ja, eine Inzidenz* von 50 anzustreben, damit die Gesundheitsämter die Kontakte wieder weitestgehend nachverfolgen können. Im Winter ist dieser Zielwert illusorisch, reines Wunschdenken.
Wieso sollte sich dieses von der Kanzlerin gebetsmühlenartig erklärte Ziel nicht erreichen lassen?
Stöhr: Das Virus ist flächendeckend verbreitet, wir haben eine drei- bis fünffache Dunkelziffer bei den Infektionszahlen. Es wird noch ein paar Wochen lang kalt sein, wodurch sich das Virus leichter ausbreiten kann als im Sommer. Die Maßnahmen werden zwar Wirkung zeigen, aber die Inzidenz niemals auf Dauer unter 50 zu halten sein. Deutlicher sind die Erfahrungen in unseren Nachbarländern. Hier liegen die Inzidenzen nach mehreren Lockdowns alle weit über 100. Tragisch war die Erfahrung aus Irland: Nach einer national Kraftanstrengung war im Dezember die 50er-Marke erreicht. Nach dem Lockern dann aber auf Rekordwerte über 900 geschnellt.
Welchen Grenzwert halten Sie für sinnvoll?
Stöhr: In den letzten Wochen hat man gesehen, dass wir in Deutschland mit einer Inzidenz von 130, 160, vielleicht 180 gut umgehen können. Die Krankenhäuser sind belastet, aber nicht überlastet. Wir sehen ja sogar eine Abnahme der Inzidenz. Gleichzeitig gibt es aber noch immer viele Todesfälle, vor allem in den Altenheimen. Der richtige Schluss daraus ist: Mit einem Gießkannenprinzip die gesamte Bevölkerung gleich zu behandeln, wird nicht funktionieren. Für Kinder und Bewohner der Altenheime die gleiche Inzidenz-Grenze anzusetzen, halte ich einfach für nicht differenziert genug. So eine Seuche betrifft Risikogruppen, im Falle von Covid-19 vor allem alte Menschen. Wie man mit einer Schließung von Kindergarten- und Schulschließungen das Infektionsgeschehen in Altenheimen eindämmen kann, verstehe ich gar nicht.
In Merkels Beraterstab fordert beispielsweise Ihre Kollegin Melanie Brinkmann sogar eine Zero-Covid-Strategie – also Inzidenz null. Realistisch?
Stöhr: Zero Covid ist zero realistisch. Dieses Ziel zu erreichen und dann langfristig in der Mitte von Europa im Winter zu halten, ist so weit weg von der Realität. Ich wundere mich, dass man sich ernsthaft damit befasst.
Warum?
Stöhr: Weil es eine rein mathematische Herangehensweise an die Bekämpfung der Pandemie ist. Bei einem solchem Naturereignis muss man aber die Realität sehen: Aus den Erfahrungen mit anderen ansteckenden Atemwegserkrankungen haben wir gelernt, dass die Inzidenz im Winter zehn bis 15 Mal höher ist als im Sommer. Wir sehen auch an den schlimmen Erfahrungen in unseren Nachbarländern, dass ein harter Lockdown die
Inzidenz auf Dauer nicht unter 100 drücken kann.
Was muss gehen, damit wir Corona besser in den Griff bekommen?
Stöhr: Sinnvoll wäre, wenn fachübergreifend breiter beraten würde. In solche Gremien gehören neben Virologen und Epidemiologen beispielsweise auch Sozialwissenschaftler, Gesundheitsökonomen und Marketing- und Kommunikationsexperten. Wir wollen ja eine Einstellungsänderung in der Bevölkerung erreichen – und die wird mit Druck allein nicht gelingen. Die Menschen erwarten eine positive Agenda, ein Ziel, auf das wir gemeinsam hinarbeiten können. Dann werden sie auch Verständnis dafür aufbringen, falls die Maßnahmen noch mal etwas verschärft werden müssten.
Angela Merkel will diese Kritik offenbar nicht hören. Warum sind Sie in Deutschlands wichtigstem Krisenstab nicht vertreten?
Stöhr: Da müssen Sie andere fragen. Ich habe schon viele Regierungen beraten. Die meisten haben versucht, einen repräsentativen Kreis an Experten unterschiedlicher Fachrichtungen einzuladen. Sie haben verschiedene Ansätze zur Bekämpfung der Pandemie erarbeitet, alle Vor- und Nachteile dargestellt. Darüber wurde dann ergebnisoffen diskutiert. Aus der Summe der Alternativen lässt sich dann der bestmögliche Kompromiss finden. So habe ich das Krisenmanagement bei Ausbrüchen jedenfalls bisher erlebt.
Was genau müssen Kanzlerin und Ministerpräsidenten anders machen?
Stöhr: Zusätzlich zu den verordneten Maßnahmen brauchen wir Leute, die es schaffen, die Köpfe der Menschen zu erreichen. Wenn man nicht von Anfang an die optimale Kommunikationsstrategie durchdenkt, dann verliert man die Menschen auf dem langen Weg durch eine Pandemie.
Ist das nicht die Aufgabe der Politiker?
Stöhr: Natürlich. Aber ohne langfristiges, erreichbares Ziel, eine Positivagenda und die vage Hoffnung, dass es nach dem Lockdown alles anders wird, wirkt ihre tägliche Argumentation in vielen Fällen leider nicht.
Haben Sie ein konkretes Beispiel parat?
Stöhr: Im November hieß es: „Wir machen jetzt bis Weihnachten Lockdown – und danach wird alles gut.“ Es war schon damals klar, dass das Virus und der Winter vier Wochen später immer noch da sein werden und mehr als 90 Prozent der Bevölkerung empfänglich sind. So zu argumentieren, ist einfach zu kurz gesprungen. Eine Pandemie ist ein langfristiges Ereignis.

Quelle: Merkur


Helmut Schleich strengt erste Klage gegen FFP2-Maskenpflicht an

Schleich sagte der AZ: "Die FFP2-Masken gelten selbst nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung für den Privatgebrauch grundsätzlich als nicht geeignet. Wie sollen denn Herr Müller und Frau Meier die Masken sachgerecht aufsetzen? Hier ist die bayerische Staatsregierung eindeutig über das Ziel hinausgeschossen." 

Quelle: Abendzeitung München


Die Erinnerung ist eine mysteriöse Macht

und bildet den Menschen um.
Wer das, was schön war, vergisst, wird böse.
Wer das, was schlimm war, vergisst, wird dumm.

 

Erich Kästner


NachDenken über Angst

NachDenkSeiten provozieren...zum Nachdenken

Es war einmal ein König, der gerne ausschweifige und opulente Feste feierte und dabei viel Geld ausgab. Deshalb schickte er seinen Schatzmeister immer wieder los, um noch mehr Geld aus seinen Untertanen herauszupressen. Doch diese waren es leid und der Schatzmeister berichtete seinem König:

„Die Leute wollen nicht mehr Steuern bezahlen, mein König. Das letzte Mal waren sie gar feindlich gesinnt und machten bedrohliche Anstalten.“

Der prall gefüllte, reich geschmückte König schaut ihn ungeduldig und mürrisch an.

„Aber ich will meine Feste feiern. Dann nimm mehr Soldaten mit. Was fällt denen ein. Ich bin ihr König.“

„Mein König, das wird nicht viel bringen. Ich befürchte gar, dass sie aufbegehren werden. Wir müssen uns etwas einfallen lassen.“

Der König dreht an seinen dicken Goldringen und streicht über seinen edlen Rock.

„Du hast doch kürzlich Bären in meinem Königreich gesehen.“

Der Schatzmeister will es wissen: „Mein König, ich verstehe den Zusammenhang nicht. Was hat das … “

„Genug.“ Der König bekommt blutunterlaufene Augen.

„Du gehst los und sagst den Bauern, dass du Bären gesehen hast, die sehr gefährlich sind und ihnen das Letzte nehmen, was sie noch haben.“

Der Schatzmeister schaut seinen Herrn mit zusammengekniffenen Augenbrauen an.

„Du sagst ihnen, dass der König sie beschützen wird, vor den gefährlichen Bären, wenn …

Des Schatzmeisters Augenbrauen glätten sich wieder.

„…wenn sie die geforderten Steuern zahlen. Das wird ihnen ihr Leben wert sein. Los, geh.“

Und siehe da, der Schatzmeister zieht los, kommt mit einer gut gefüllten Schatztruhe zurück und wenn der König nicht gestorben ist, dann gehen diese Feste weiter.

 

Quelle: www.nachdenkseiten.de


Im SPIEGEL: Grundrechte außer Kraft, Alte isoliert, Kinder ohne Bildung

Wie Covid-19 die Werte beschädigt, die das deutsche Gemeinwesen ausmachen.(von Franziska Augstein)

Die Mehrheit der Bundesbürger findet es völlig in Ordnung, dass Grundrechte über die Köpfe ihrer Abgeordneten im Bundestag hinweg außer Kraft gesetzt werden, dass also die deutsche Demokratie partiell außer Kraft gesetzt wird. 

Die Naivität der Zivilisten

Protest ohne Struktur ist wie Wattebällchen gegen Godzilla

Für alle, die sich hinterher beschweren, dass sie vom "uniformierten Schwarzen Block" verletzt wurden:

 

Wenn ich weiß, dass mein Gegenüber durchaus auch mit körperlicher Gewalt reagieren könnte, stelle ich mich nicht auf die Strasse und biete mich als Zielscheibe an. Für diesen Fall muss ich meine Taktik ändern. Die andere Seite ist gut ausgebildet, organisiert und strukturiert und somit auch bei zahlenmäßiger Unterlegenheit weit überlegen.

Das müsste jedoch nicht so sein, wenn es ein besseres Konzept gäbe...

 

Also hört auf, euch zu echauffieren. Analysiert ihre Strategien und Denkmuster. Organisiert Euch!


"HE IS SLOWLY TRYING TO ELIMINATE ANY WEBSITE THAT DOESN’T CONFORM TO HIS CONSUMERIST WORLD VIEW"

Für diesen Satz über Facebook-Chef Mark Zuckerberg wurde Roger Waters (ehem. Pink Floyd) noch im Sommer 2018 vom "Musikexpress" angegriffen. Inzwischen ist es mehr als deutlich real...

 

 

 

Die Bundesregierung muss die "Gottbegnadeten-Liste" aktuallisieren

Diese Künstler leben schon nicht mehr

 

Die Gottbegnadeten-Liste war eine 1944 in der Endphase des Zweiten Weltkrieges von Joseph Goebbels und Adolf Hitler zusammengestellte Liste. Auf 36 Seiten waren 1041 Künstler aufgeführt, die dem nationalsozialistischen Regime wichtig erschienen. Der Name beruht auf dem Aktentitel der Liste[1][2] und war folglich der offizielle, vom Reichsministerium verwendete Begriff.

 

Quelle: wikipedia

(diese Kolumne darf als Satire verstanden werden, wobei es nicht unmöglich erscheint, dass die Bundesregierung über eine neue Liste nachdenkt)

 

 

 

Mehr Mut zum Streit!

Markus Söder will die Corona-Pandemie schneller, effektiver und vor allem einheitlicher bekämpfen. Bisher haben sich Bund und Länder über alle Schritte abgesprochen und sind in Einzelfragen trotzdem verschiedene Wege gegangen. Das hält der bayerische Ministerpräsident für schädlich. Fehlt es an Einheit oder nicht doch eher an Wissenschaftlichkeit? Wissenschaft heißt, dass man Hypothesen nicht mit Wahrheit verwechselt.

...

Die Autor:innen der jüngst veröffentlichten „Great-Barrington-Erklärung“, Martin Kulldorf, Sunetra Gupta und Jay Bhattacharya, sind aber ein anderer Fall. Kulldorf zum Beispiel war 1997 in die Beratergruppe für Krankheitskartierung der Weltgesundheitsorganisation WHO berufen worden. Er hat auch für das EU-Forschungsprojekt ADVANCE zur zeitgerechten und evidenzbasierten Analyse von Impfeffekten gearbeitet. Muss man betonen, dass das nicht heißt, dass er und seine Kolleg:innen „recht haben“? Es heißt nur, dass etwas nicht stimmt, wenn sie wie „Covidioten“ behandelt werden. Ebendas geschieht aber.

Die drei Forscher:innen haben erklärt, die gegenwärtige Corona-Politik sei falsch; man solle die Risikogruppen schützen, ansonsten aber die Herdenimmunität anstreben, statt auf den Impfstoff zu warten. Ohne Herdenimmunität verschwinde das Virus niemals. Das ist eine der großen Streitfragen. Klar ist jedenfalls, dass, wenn es nicht verschwindet, auch die Absenkung unserer Grundrechte immer bleibt. Und was den Impfstoff angeht: Lange hieß es, wenn er da sei, könnten alle Maßnahmen aufgehoben werden. In den letzten Wochen ist das zurückgenommen worden. Nach einem Gesetzesentwurf, der jetzt vorgelegt wurde, sollen die Ausnahmeregelungen „verstetigt“ werden. Natürlich nur, wenn es notwendig sei. Aber wird denn die Frage, ob es notwendig ist, überhaupt gestellt? Die Frage zum Beispiel, ob das pure Starren auf die Infektionszahlen die gegenwärtige Politik rechtfertigt. Wer infiziert ist, ist deshalb noch nicht krank. Am Anfang des Jahres wurde mit Hinweis auf diese Zahlen die Gefahr einer Überlastung der Krankenhäuser beschworen. Das war damals als Vorsichtsverhalten richtig. Nachdem aber der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, jetzt wieder von einem Personalmangel in den Kliniken sprach, hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz vor „Panikmache“ gewarnt: „Die Intensivstationen in Deutschland sind weit weg von einer Überlastung“, so Vorstand Eugen Brysch.

...

Eine öffentliche Debatte zwischen den beiden Parteien wird nicht nur nicht herbeigeführt, sondern sogar massiv verhindert. So erreichte Corona Fehlalarm?, das Buch von Karina Reiss und Sucharit Bhakdi, den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste, obwohl es in allen größeren Medien totgeschwiegen worden war. Dabei ist auch Bhakdi, wie immer man zu seiner Einschätzung steht, ganz sicher kein „Covidiot“. Er ist Infektionsepidemiologe, neben vielen wissenschaftlichen Auszeichnungen erhielt er 2005 den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.

Seine Thesen „werden von einer überwiegenden Mehrheit der Experten als unwissenschaftlich eingestuft“, liest man bei Wikipedia. Aber mindestens, wenn er fragt: „Warum gab es nicht mal eine Diskussionsrunde, einen offenen sachlichen Austausch: Drosten und Wieler – Bhakdi und Wodarg an einem runden Tisch?“, hat er ganz sicher recht. Dass es eine solche öffentliche Debatte nicht gibt, ist ein politischer Skandal ersten Ranges. Bei Immanuel Kant lesen wir, Aufgeklärtsein heiße, sich nicht einmal vom Arzt die eigene Entscheidung abnehmen zu lassen. Wie nun erst, wenn „There is no alternative“ gelten soll, nicht nur ökonomisch, sondern auch medizinisch – als gäbe es nur Herrn Drosten, der übrigens zwar Virologe, aber kein Epidemiologe ist, und sonst nur Kurpfuscher? Dann müssen wir um unsere Demokratie zittern.

Quelle: Der Freitag

 

 

 

Die zentrale Rolle von Corona muss zurücktreten

Interview mit Prof. Dr. Klaus Püschel             vom 16.09.2020 (Apotheken Umschau)

10.10.2020

"Die zentrale Rolle von Corona muss zurücktreten...Wir sollten sie sehen wie andere Viruserkrankungen..." Danke, Herr Prof. Püschel.

 

Hendrik Streeck äußert sich ähnlich. Wenn man mit offenen Sinnen die Welt betrachtet, muss man genau zu dieser Analyse kommen. Bei den Entscheidungsträgern fehlt's da jedoch an entscheidender Stelle. Immerhin haben sie es geschafft, ein eh schon denkfaules Wahlvieh in Angststarre zu versetzen, unfähig zu rationalen Überlegungen.

 

 

Badespaß im bayrischen Gauting

über kognitive Dissonanz im Schwimmbad

"Langes Warten" auf Security an der Einlasskontrolle, weitreichende Einschränkungen, Sonderregeln, Aufnahme der Kontaktdaten aller Gäste, nicht nutzbare Bereiche wie Rutschen oder Volleyballplatz, Zugangsbeschränkungen und sogar geschlossene Bereiche. Wenn da kein "Badespaß" bei den Bayern aufkommt...Ich geh wohl besser wandern.

Quelle: "Kreisbote" (ungefragt eingeworfene "Kasblatt"-Wurfsendung)


Die tägliche Dosis Pestizid vom Discounter

Discounter geben sich nun wirklich alle Mühe, ihren Kunden die tägliche Dosis Pestizide zu verabreichen. Diese sollten das jedoch wissen und ihre Konsequenzen ziehen. Aber Geiz ist halt geil. Und er macht krank.

 

ALDI Nord (10.6.2020)
In einer Probe seien Rückstände des Pflanzenschutzmittels Oxamyl gefunden worden, teilte das Unternehmen mit. „Der Artikel sollte daher nicht mehr verzehrt werden“, heißt es weiter.

 

Die Eigenschaften, die Insektizide für Insekten tödlich machen, können sie mitunter auch für Menschen tödlich machen. Die meisten schweren Insektizidvergiftungen werden durch Organophosphat- und Carbamat-Verbindungen (Oxamyl) verursacht.

 

 

 

60 Jahre nach "1984"

Ilija Trojanow und Juli Zeh:                           Angriff auf die Freiheit (2009)

Alle sind scharf auf private Daten. Der Staat möchte die biologischen Merkmale der Bürger kennen. Die Wirtschaft sammelt Informationen über die Vorlieben ihrer Kunden. Arbeitgeber suchen mit illegalen Überwachungen nach schwarzen Schafen unter ihren Mitarbeitern. Die Warnungen vor Terror und Wirtschaftskriminalität lenken von einer Gefahr ab, die uns allen droht: der transparente Mensch. Bevor es so weit kommt, intervenieren Juli Zeh und Ilija Trojanow mit einer engagierten Kampfschrift. Wie viel sind uns unsere Bürgerrechte noch wert? Wer bedroht unsere Demokratie stärker: militante Islamisten oder die Befürworter einer totalen Überwachung? Wie können wir uns gegen den schleichenden Verlust unserer Freiheit wehren? Dieses Buch, zornig, ironisch, und hoch informativ zugleich, wird viele Menschen aufrütteln, die sich zu lange in falscher Sicherheit wiegten.

 

 

 

Jakob Augstein: Bizarre Blüten

...Politik bedeutet die Abwägung vieler Interessen und nicht die Unterordnung aller Interessen unter ein einziges Prinzip – dazu taugt nicht einmal der Schutz des menschlichen Lebens. Es ist, so paradox das auf den ersten Blick auch erscheinen mag, nur ein Gut unter anderen. Darum leisten weder Staat noch Gesellschaft jederzeit alles dafür, absolute Sicherheit für jedes einzelne menschliche Leben zu gewährleisten. Aber in der Corona-Krise soll das plötzlich gelten.

Aus irgendeinem Grund haben sich Staat und Gesellschaft auf diesen „Pandemie-Absolutismus“ festgelegt, und man gewinnt den Eindruck, je höher der Einsatz wird – an menschlichem Leid und wirtschaftlichen Kosten –, desto weniger können wir von dieser Entscheidung abrücken.

 

Dabei lässt sich ein verantwortungsvoller Weg aus dieser Krise ja vorstellen: Die Kindergärten müssen geöffnet werden und die Schulen in den unteren Klassen. Im Alltag muss Rücksicht auf die gefährdeten Gruppen genommen werden, das sind die sehr Alten und die Menschen mit zwei Vorerkrankungen; auf Großveranstaltungen werden wir lange verzichten müssen, aber Restaurants, Theater und Kinos müssen öffnen. Vor allem: Einen zweiten Lockdown darf es nicht geben.

...

Ist niemandem aufgefallen, wie sonderbar es ist, dass sich beim Streit um die „Lockerungen“ – ein Begriff, den man vor allem aus dem Strafvollzug kennt – diejenigen rechtfertigen mussten, die für eine Rückkehr zu den bürgerlichen Freiheiten eintraten, und nicht diejenigen, die weiterhin Freiheiten beschneiden wollten?

 

Stattdessen haben wir eine Umkehr der Beweislast, die bizarre Blüten treibt. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schrieb über das Ergebnis einer Studie zur Wirkung von Schulschließungen: „Kurz gesagt: Wir wissen nicht, wieviel Schulschließungen bringen. Schulöffnung muss daher sehr gut epidemiologisch vorbereitet sein.“

 

Wir kennen also nicht den epidemiologischen Nutzen einer einschneidenden Maßnahme, wir kennen hingegen sehr gut ihre verheerenden sozialen und psychologischen Folgen – und dennoch soll die Aufhebung dieser Maßnahme in die Hände der Epidemiologen gelegt werden? Willkommen in der Corona-Welt.

...

Susan Sontag hat vor vielen Jahren geschrieben: „Es ist kein wünschenswertes Ziel, dass die Medizin ‚total‘ sei, ebenso wenig wie der Krieg.“ Wir aber sind auf dem Weg in das Zeitalter der totalen Medizin. In diesem unbekannten Land, dem wir uns nähern, könnten die seelischen, die sozialen und die wirtschaftlichen Verwüstungen auf Dauer tatsächlich mit denen des Krieges mithalten.

(Quelle: Der Freitag)

Fallzahlen völlig spekulativ

Virologe Stefan Willig (Charité) bei Maischberger

Parallelwelten in der Nachbarschaft oder:         Asozial im Würmtal

Rücksicht ist keine prägende Eigenschaft von vielen Menschen im Würmtal. Wie also soll man diese Situation sonst anders beschreiben als asozial? Da leben scheinbar intelligente Menschen zusammen und müssen vom Bürgermeister darauf hingewiesen werden,  besser auf ihr soziales Verhalten zu achten. Dazu gehört, sich in die Lage von Fußgängern zu versetzten, die den Fußweg nur deshalb nicht benutzen können, weil die Besitzer ihre Hecken wild wuchern lassen. Auf der Strasse parkende Autos trotz Stellplatz auf dem Hof oder Garage sind ebenso asozial. Und wenn dann doch ein Auto regelmäßig in seiner Garage geparkt wird, stellen sich manche Nachbarn oder deren Besuch so dicht an die Einfahrt, dass der Besitzer rangieren muss, um wieder aus der Garage zu kommen. Außerdem sollten genell Fahrzeuge mit nicht serienmäßg hochgeschraubten Schall-Emissionswerten aus Wohngebieten verbannt werden.

Da haben die Kraillinger Stadtväter und -mütter ebenfalls Handlungsbedarf.

 

Gratulation, Herr Haux. Wer solchen Bürgern elementarste Verhaltensregeln per Wurfzettel erklären muss, kann das Wort "Sozialhilfe" völlig neu interpretieren.

Mir zeigt das einmal mehr, dass Geld und Intelligenz nicht zwangsläufig zusammengehören...